„Pflegefachpersonen sind aktiv an der Entwicklung und Erhaltung professioneller Grundwerte beteiligt.“ (ICN-Ethikkodex 2021)
19. Oktober 2025
„Wenn Partnerschaft verletzend wird… – Kompetent (be-)handeln bei häuslicher Gewalt“

Fachliche Weiterbildung für Pflegefachpersonen am 13.09.2025 (Teil 1) & 24.09.2025 (Teil 2). Gehe auf das Dreieck und lese weiter…
Als Pflegesachverständige ist die kontinuierliche Weiterbildung für mich ein zentraler Bestandteil meiner beruflichen Verantwortung.
Die zweiteilige Fortbildung „Wenn Partnerschaft verletzend wird… – Kompetent (be-)handeln bei häuslicher Gewalt“ vermittelte praxisnahes Wissen zu den Themen Erkennen, Handeln und gerichtsfestes Dokumentieren von häusliche Gewalt im Gesundheitswesen.
Inhalte und Relevanz für die Pflegepraxis
Im ersten Teil standen das Erkennen von Anzeichen häuslicher Gewalt und angemessene Handlungsschritte im Fokus. Der zweite Teil vermittelte, wie Beobachtungen rechtssicher dokumentiert werden können – eine Kompetenz, die gerade für Pflegefachpersonen und Pflegesachverständige essenziell ist. Die Fortbildung verdeutlichte, welche wichtige Rolle Pflegefachpersonen beim Schutz von Betroffenen spielen: durch achtsame Wahrnehmung, sensible Kommunikation und sachliche Dokumentation.
Interprofessionelles Lernen und persönliche Erkenntnisse Besonders wertvoll war der Austausch mit Ärzt:innen, Physiotherapeut:innen und Sozialarbeiter:innen. Dieses interprofessionelle Lernen zeigte, wie entscheidend die Zusammenarbeit über Berufsgrenzen hinweg ist, um Betroffene wirkungsvoll zu unterstützen.
Für meine Tätigkeit als Pflegesachverständige nehme ich mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Verdachtsmomenten, vertieftes Wissen zur rechtssicheren Dokumentation, und ein geschärftes Bewusstsein für den Zusammenhang von Pflege, Gewaltprävention und Opferschutz mit.
Fazit: Diese Fortbildung war eine wertvolle Bereicherung meiner fachlichen Expertise. Sie stärkt die Qualität von Pflegegutachten, fördert rechtliche Sicherheit und unterstreicht, wie wichtig interdisziplinäres Lernen für das Gesundheitswesen ist.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sind abrufbar unter:
🔗 S.I.G.N.A.L. e.V. – Fortbildungsangebot
05. Oktober 2025
Mein Beitrag beim Pflegesymposium „Greifswald 2025 – Deine Leidenschaft“

Am 17.09.2025 durfte ich in Greifswald zum Workshop „Nachhaltigkeit in Gesundheitseinrichtungen – gemeinsam etwas bewirken“ einen Input liefern. Gehen Sie auf das Dreieck, um mehr zu erfahren.
Warum Nachhaltigkeit?
Ein einfacher Alltagsmoment – ein Plastikstrohhalm – war für mich der Auslöser, mich intensiver mit Nachhaltigkeit zu befassen. Seitdem treibt mich die Frage an: Wie können wir Pflege so gestalten, dass sie Menschen unterstützt, Ressourcen schont und Zukunft sichert?
Internationale Grundlagen
Nachhaltigkeit ist längst Teil des pflegerischen Selbstverständnisses: Der ICN-Ethikkodex verpflichtet Pflegefachpersonen, nicht nur für Personen mit Pflegebedarf, sondern auch für Gesellschaft und Umwelt Verantwortung zu übernehmen. Die neue Definition von Nursing (ICN 2025) betont die Pflicht, sichere und nachhaltige Umgebungen zu schaffen. Damit wird klar: Pflege und Nachhaltigkeit gehören untrennbar zusammen.
Praxisnah und lokal gedacht
Meine wichtigste Erkenntnis aus dem Workshop: Nachhaltigkeit muss lokal gedacht werden. In der Praxis zählen kleine, konsequente Schritte: von klimafreundlicher Beschaffung bis zu gesunden Arbeitsbedingungen und Pflegefachpersonen müssen sich mit anderen Akteur:innen vernetzen.
Nachhaltigkeit braucht Expertise
Als unabhängige Pflegesachverständige verbinde ich langjährige Praxiserfahrung mit fachpolitischem Engagement. Als aktives Mitglied der AG Nachhaltigkeit in der Pflege beim DBfKund Vorstandsmitglied bei KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit bringe ich nicht nur Fachwissen in Pflegegutachten und Beratungen ein, sondern engagiere mich auch für nachhaltigen Strukturen und eine zukunftsorientierter Pflegepraxis.
Nachhaltigkeit in der Pflege ist kein Zusatz, sondern Kernaufgabe.
Mit meiner Expertise als Pflegesachverständige helfe ich, Verantwortung für Mensch, System und Umwelt praxisnah umzusetzen.
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